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In Zusammenarbeit mit RAI

Die Lupine entdecken – Deutschland 2020 (18′)

Die Dolomiten sehen aus wie Skulpturen im Hintergrund, im Trentino und Südtirol.

In dieser magischen Atmosphäre, die durch die leuchtenden Farben des Herbstes verstärkt wird, liegt die Gemeinde Anterivo, Altrei auf Deutsch, am Hang.

Es ist die letzte Gemeinde Südtirols vor der Einfahrt zum Zösental.

Während die tiefen Wolken an den Hängen des Berges brechen, entdecken wir die ersten Häuser einer kleinen Gemeinde, die wie in der Vergangenheit zurückgeblieben zu sein scheint und tief darin verwurzelt ist.

Schon seit Jahrhunderten wird hier eine bestimmte Hülsenfrucht angebaut, die Lupine, die während der beiden Weltkriege und wegen der relativen Handelsblockaden vor allem als Ersatz für Kaffee verwendet wurde. Aber nicht nur.

Ein Film von Renzo Carbonera.

Die Erneuerung der Traditionen – Deutschland 2020 (20′)

Die langen Spätsommertage bieten eine hervorragende Gelegenheit, die traditionellen Arbeiten in den Bergen zu beenden und sich auf den Winter vorzubereiten.

Das Gerola-Tal, ein kleines Seitental des Veltlins, ist bekanntermaßen kühl und bietet somit seinen Einwohnern ideale Bedingungen, um noch die letzten saisonalen Mühen zu bewältigen.

Die Arbeiten im Tal werden traditionsgemäß durch die erfahrenen Hände der Bewohner schnell erledigt, die dem Brauchtum ihre eigene persönliche Note verleihen: das Backen der Bisciòle im Ofen von Castello, die Suche nach Schnitholz, der zweite Heuschnitt, die Suche nach Boleti, den Butterpilzen.

Einige Bräuche bleiben unverändert, andere wiederum werden erneuert auch dank radikaler Lebensentscheidungen, wie die von Marco, dem jungen Universitätsstudenten, der sein Studium aufgegeben hat und sich nun der Bewirtschaftung einer Berghütte widmet.

Nun nach einem Sommer mit vielen lehrreichen Begegnungen, inmitten von Instandsetzungsarbeiten an Steilhängen und der Zubereitung der Minestrone-Suppen denkt Marco über die eigene Zukunft nach.

Ein Film von Filippo Corbetta.

Hochland – Deutschland 2018 (31′)

Wir sind im östlichen Teil des Aostatales.

Es wird dominiert von einem Meer aus ewigem Eis, das die Gipfel der höchsten Berge der gesamten Alpenkette einhüllt, eben jene Gebirgskämme, die eine natürliche Grenze zwischen Italien und der Schweiz bilden. Im Schatten dieser Riesen erstreckt sich das Lystal, eingegraben vom Fluss, der ihm den Namen gibt, obwohl es auch als Gressoneytal bezeichnet wird. 

Das Echo dieses „Hochlands“, die Kraft seines Lockrufs wird vor allem von jüngeren Leuten wahrgenommen. Das gilt etwas für Federico und Federico. Der gleiche Name bezeichnet in gemeinsames Projekt: Alte Verfahren der Landwirtschaft wieder einzusetzen, die technisch weiterzuentwickeln und so das großartige Erbe der alpinen Obst- und Gemüsesorten wieder aufleben zu lassen. 

Und es gilt für Marta, die junge Hirtin in einem kleinen Teil von Gressoney, die Rosset-Schafe züchtet, eine alte Rasse, die typisch fürs Aostatal, jedoch heute beinahe ausgestorben ist. Und im Val d'Ayas, das parallel zum Aostatal verläuft, hat sich der junge Gondrand entschlossen, den alten Beruf des Sabotiers fortzuführen, des Handwerkers, der „Sabots“ herstellt, die berühmten Holzschuhe, die das Symbol schlechthin des lokalen Handwerks darstellen. 

Ein Film von Simona Risi.

Der Wert der Vielfalt – Deutschland 2018 (32′)

Das Eisacktal in Südtirol, beginnt an der Quelle des Flusses am Brenner und reicht bis zu seiner Mündung bei Bozen. Über allem thront das Massiv des Schlern, der mit seinen 2563 Metern Höhe das Wahrzeichen der gesamten Region ist.

In dieser Gegen leben die Bewohner von den Gaben einer blühenden und majestätischen Natur. Und einige von ihnen haben eine sehr radikale Idee davon, mit der Natur in direkten Kontakt zu kommen.

So etwa Harald, dessen Garten der Tausend Farben eines der verborgenen Wunder dieser Region ist, an dem er seltene und oft vollkommen vergessene Arten kultiviert.

In seiner Küche kombiniert Thomas die Aromen und Geschmäcker aus Haralds Garten mit denen von einheimischem Fleisch und Fisch. Günther, der auf der anderen Seite des Tales (dem Vilnößtal) lebt, züchtet hingegen Vilnößer Brillenschafe. 

Aus deren Fell gewinnt er eine hochwertige Wolle, die für die Herstellung des für diese Region typischen Walklodens verwendet wird. Aber das berühmteste Produkt dieser Gegend ist die Traube, aus der Christian, mit Hilfe seiner Familie, einen Wein gewinnt, so lieblich und naturbelassen wie die Erde selbst, die ihn hervorbringt.

Ein Film von Alessandro Soetje.

Im Schatten des Gipfels – Deutschland 2018 (34′)

Wir befinden uns an der Bernina, im Herzen des Valmalenco, eines Tales, das der Mallero mit seinem schmalen aber reißenden Strom tief in die Rätischen Alpen gegraben hat.

Hier bereite sich die Famile von Moira auf den Almauftrieb vor, der sie direkt unter den Pizzo Scalino im Herzen des Tales führen wird. Ein wenig unterhalb von Moiras Alm betreiben Ladina, Simona und Arnaldo eine Zucht einheimischer Ziegen, die „Frisa“. Und Massimo und Barbara, die am Eingang des Tales wohnen, haben sich entschieden, in ein quasi verlassenes Bergdorf zu ziehen, um eine direktere Beziehung zur Natur zu entwickeln – was auch bedeutet, dass hier der Erde mit dem Pferdegespann gepflügt wird. 

Ein Film von Alessandro Soetje.

Festival

  • Bergamo Festival delle Foreste 2019

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Auf den Spuren Elios – Deutschland 2017 (23′)

Auf halber Strecke zwischen Sondrio und dem Stilfser Joch liegt am Ufer der Adda ein Dörfchen, erbaut aus den Steinen, die der Fluss über Jahrhunderte glattgeschliffen hat. Mazzo, umgeben von Laub- und Tannenwäldern, ist eines dieser Kleinode Italiens, die sich scheinbar seit Jahrhunderten nicht verändert haben. 

Gegenüber dem Glockenturm der Dorfkirche, oben auf dem Kamm der Bergamasker Alpen, liegt die alte Sennhütte von Salina. Um zu ihr zu gelangen, muss man einen steilen und schmalen Bergpfad emporklimmen, einen alten Maultierweg, den die Hirten benutzten, um das Vieh auf die Bergweiden zu führen, und der viele Jahre lang unbenutzt dalag. Wiederbelebt hat ihn erst Patrick, ein Viehzüchter aus Mazzo, der alte Traditionen pflegt und heute dreißig Kühe hält, die er sommers im Freien grasen lässt. 

Patrick versucht ebenso wie den Weg auch die uralte Beziehung zu rekonstruieren, die den Menschen unverbrüchlich an seine Umwelt knüpft und die für die Menschen dieser Gegend anscheinend niemals abgerissen ist.

Ein Film von Alessandro Soetje.

Festivals

  • Swiss Mountain Film Festival 2020
  • Orobie Film Festival 2020
  • Bergfilm Festival Tegernsee 2018

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Veltlin, die Wurzeln einer Liebe – Deutschland 2016 (20′)

Im Schatten der rauen und doch lieblichen Gipfel des Veltlins lebt ein Volk, das sein Land und seine uralten Traditionen liebt. Nun beginnt es den Wert des natürlichen Landbaus wieder zu entdecken. 

Es ist eine harte Arbeit, die Geduld erfordert und eine Sorgfalt, die an Hingabe grenzt. Aber es ist eine Leidenschaft, die von der Erde erwidert wird, indem sie demjenigen, der sie beschützt, einzigartige Früchte schenkt, deren Geschmack sich in den hintersten Winkeln der Erinnerung von Männern wie Marcel und Francesco verborgen hatte. Ihre Wiederentdeckung ist der alte Geschmack des Weines, eine Jahrtausende alte Tradition in diesem von der Adda durchschnittenen Tal der Lombardei. Männern wie Amedeo, in dessen bezauberndem Garten über tausend Pflanzenarten Platz finden. Wie Cleto, der Roggenbrot nach Art der Vorfahren zubereitet und selbst das Getreide an den steilen Hängen der Alpen zieht, die das Tal umringen. 

Oder schließlich Patrizio, der altes, nahezu ausgestorbenes Saatgut vor dem Vergessen bewahrt. Diese neuen Helden des Landes stellen gerade die Atmosphäre in ihrer Umgebung wieder her, mit den changierenden Farben der Saatfelder, die einst das Tal beherrscht haben: ein Panorama, das die Ältesten noch erblickt haben, das aber die jüngeren Generationen nicht mehr kannten.

Ein Film von Alessandro Soetje.

Festival

  • Swiss Mountain Film Festival 2020

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